Die Obermeister der Uhrmacherinnung

Die Geschichte der Uhrmacherinnung München und Obe

Innungen sind ein freiwillige Zusammenschlusse von Handwerksmeistern des gleichen Gewerkes. Innungen entstanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts aus den Zünften.

1876 wurde der Uhrmachermeister-Verein München e.V. gegründet. (Quelle: 1)

12. März 1906 Andreas Huber Jr. übernahm das Amt des 1. Vorsitzenden des Uhrmachermeister-Verein München e.V. (Quelle: 2)

21. November 1920 wurde der Oberbayerische Uhrmacher-Kreisverband, dessen 1. Vorsitzender Uhrmachermeister Anton Lochner, Hohenzollernstraße 20, in München war, gegründet. Der Oberbayerische Uhrmacher-Kreisverband hatte ausschließlich die Aufgabe die Uhrmacher-Zwangsinnung zu errichten. Bei der Gründungsveranstaltung der Uhrmacherzwangsinnung für München und Umgebung waren 74 Vertreter des Uhrmacherhandwerks anwesend. Aus dem Zeitraum zur Vorbereitung der Gründung existiert auch die Regierungsentschließung
vom 05.10.1921. (Quelle: 2)


22. Februar 1922 wurde die heute noch existierende Uhrmacherinnung München und Oberbayern gegründet. Der erste Obermeister der Uhrmacherinnung München und Oberbayern war Uhrmachermeister Andreas Huber Jr., geb. 06.08.1864 in München. Die Vorstandschaft bestand zudem aus den Vorständen der Uhrmachermeister Ernst Karkutsch, geb. 11.10.1872 in Berlin, Wilhelm Tombrock, geb. 12.12.1885 in Aalen, Josef Babos, geb. 14.06.1874 in Nagy-Enyed / Ungarn, sowie Anton Lechner, geb. 13.05.1878 aus Vilsbiburg. Zusätzlich gab es noch Vertrauensleute für die Landkreise:
für Ebersberg: Uhrmachermeister Fridrich
für Freising: Uhrmachemeister Geisler
für Fürstenfeldbruck: Uhrmachermeister Krüger
für Erding: Uhrmachermeister Baumann
für Wolfratshausen: Uhrmachermeister Meuser
für Starnberg: Uhrmachermeister Testorf (Quelle: 3 / 4)

18. Februar 1924 Neuwahl des Obermeisters Wilhelm Tombrock, Vizeobermeister Georg Furtner, Türkenstraße 66/0, München, geb. 20.06.1882 in München. (Quelle: 4)

18.Februar 1929 Neuwahl des Obermeister Georg Furtner. (Quelle: 3)

23. Februar 1931 Bestätigung des Obermeister Georg Furtner. (Quelle: 4)

25. Februar 1932 Obermeister war Georg Furtner, Vize Anton Lechner, die Vorstände die Uhrmachermeister Fritz Nöbel, Augustenstraße 3, München, geb. 30.11.1879 in Frankenthal/Pfalz, Ernst Karkutsch, Odeonsplat14, München (Fa. J.C. Schweizer), sowie Otto Babos, Lindwurm-
straße 113, München, geb. 14.05.1905. (Quelle: 4)

20. März 1933 neuer Obermeister Franz Karch, Gärtnerplatz 3, München, geb. 27.02.1891 in München. Die Vorstandschaft bestand aus den Uhrmachermeistern Georg Furtner, Otto Babos und Fritz Nöbel. (Quelle: 4)

05. April 1933 wurde die Innungsleitung Ihrer Posten enthoben. Daraufhin traten alle Vorstands- und Ausschußmitglieder geschlossen zurück. Neuer Obermeister wurde Herbert Armbrüster 1, Amalienbrugstraße 11a, München, geb. 15.02.1894 in Creußen/Thüringen. Das Amt des Schriftführeres übernahm der Uhrmachermeister Richard Loska, Schützenstraße 9, München, geb. 12.12.1883 in Kattowitz/Polen. Schatzmeister wurde Uhrmachermeister Georg Greiner,
Liebigstraße 12a, München, geb. 23.04.1898 in Roding. Die Beisitzer waren die Uhrmacher Emil Maurice, Thierschstraße 12, München, geb. 19.01.1897 in Westermoor, Kreis Eckernförde und Franz Sales Mülberger, Müllerstraße 51, München, geb. 11.06.1892 in Grieskirchen bei Ried im Innviertel. (Quelle: 4)

12.06.1933 zu diesem Datum schieden die Ehrenamtsträger Wilhelm Tombrock und Anton Lechner aus dem Innungsvorstand aus. (Quelle: 4)

15. Juni 1945 wurde von der amerikanischen Militärregierung Friedrich Widrich, Schleißheimer-straße 9, München zum kommissarischen Obermeister ernannt. (Quelle: 6/7)

08. Januar 1946 wurde der Uhrmachermeister Alois Lochner, Ungererstraße 22, München, von der Vollversammlung der Uhrmacherinnung für München und Oberbayern als neuer Obermeister gewählt. (Quelle: 6 (für Geburtsdatum 2))

11.11.1949 um 11:11 Uhr (ist nicht belegt) wurde Alois Lochner vom neuen Obermeister Willy Schöller, Gräfelfing abgelöst.

18. Juni 1970 übernahm Joachim Kopplow, Theresienstraße 33, München, interimsweise die Position des Obermeisters. (Quelle: 6)

08. Juni 1972 wurde Rudolf Frieß, Pasinger Bahnhofsplatz 3, München/Pasing als ordentlicher neuer Obermeister gewählt. Rudolf Frieß behielt sein Amt bis zu seiner Ablösung im Jahre 2006. (Quelle: 6)

01. Juni 2006 zum Obermeister der Uhrmacherinnung wurde der Uhrmachermeister und Goldschmiedemeiter Ernst Gottlieb, Mozartring 18, Baldham gewählt. Er behielt sein Amt bis zu seiner Wahl zum Präsidenten des Deutschen Zentralverbandes für Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik. (Quelle: 8)

27. Juni 2011 übernahm der vorerst letzte Obermeister Oliver Belik, Karl Schurz Straße 21, München sein Amt. Er ist bis heute der letzte ordentlich gewählte Obermeister der Uhrmacherinnung für München und Oberbayern. (Quelle: 8)



Quellennachweise:

Quelle 1: Festschrift zum 80. Gründungsjubiläum der Uhrmacherinnung für München und Oberbayern, Seite 23, verfasst von Rudolf Frieß.
Quelle 2: Stadtarchiv München, Gewerbeband 3077a
Quelle 3: Fests Festschrift zum 80. Gründungsjubiläum der Uhrmacherinnung für München und Oberbayern, Seite 33, verfasst von Rudolf Frieß.
Quelle 4: Stadtarchiv München, Gewerbeband 3080
Quelle 5: Müller‘s Uhrmacher-Jahrbuch von 1920, Autor F.O. Müller
Quelle 6: Festschrift zum 80. Gründungsjubiläum der Uhrmacherinnung für München und Oberbayern, Seite 37, verfasst von Rudolf Frieß.
Quelle 7: Gewährsmann aus der Münchener Uhrmacherschaft
Quelle 8: Innungsunterlagen der Jahre 2006 – 20011, Karl Müller.


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